FDP: Jakobskreuzkraut soll im Kreis reguliert werden

Pferdehalter und Imker sind von Pyrrolizidin–Alkaloide stark betroffen

Landkreis Nienburg. Die Nienburger FDP-Kreistagsfraktion hat jetzt den Antrag „Jakobskreuzkraut auf Kreisebene bekämpfen“ eingereicht. Gerade Imker und Pferdehalter sind von der schleichenden Ausbreitung der Kreuzkräuter betroffen.

Im an Landrat Detlev Kohlmeier gerichteten Antrag heißt es wörtlich:

„Die Kreisverwaltung wird gebeten, Maßnahmen zur Regulierung von Kreuzkräutern umzusetzen und nachzuverfolgen. Hierzu werden die örtlichen Interessensverbände aus Naturschutz, Reitsport und Landwirtschaft sowie Imkerei gebeten in eigener Verantwortung Maßnahmen des nachhaltigen Zurückdrängens der Pflanzenart vorzunehmen. Dabei fachgerecht entnommene Pflanzen sollen kostenlos über das Entsorgungszentrum Nienburg (EZN) des BAWN entsorgt werden können.“

„Kreuzkräuter, insbesondere das Jakobskreuzkraut“, so FDP-Fraktionschef Jörg Hille (Oyle), stellen bei weiter unregulierter Ausbreitung eine Gefahr für Tier und Mensch dar“. Die enthaltenen Pyrrolizidin – Alkaloide (PA) sind hochgiftig. Tiere nehmen sie bei der Nahrungsaufnahme auf; Menschen unbedacht bei ungeschütztem Berühren (Pflücken) mit der Hand oder über Biotees oder Honig. Der Stoff reichert sich unumkehrbar in der Leber an, und kann bei entsprechenden Mengen der Aufnahme zu Organversagen führen, begründet die FDP-Fraktion ihren Antrag.

„Die Ausbreitung ist für jeden Bürger an den Straßenrändern, auf Kompensationsflächen und auf Naturschutzflächen wahrnehmbar“, so Hille, der auch Mitglied im Kreisumweltausschuss ist. Gerade diese Flächen stellten aufgrund fehlender Bewirtschaftung eine potenzielle Gefahr für die Ausbreitung und damit das zunehmende Eindringen auf Flächen dar, die für die Futterwerbung und damit letztendlich für die menschliche Ernährung genutzt werden. „Unser Ansatz ist es, dass Honig, Grassilage und Heu im Landkreis Nienburg möglichst gering mit den PA´s belastet sind“, so FDP-Kreisverbandsvorsitzender Heiner Werner (Nienburg), „hierfür bedarf es einer Regulierung, die wir mit den Betroffenen gemeinsam angehen wollen“.

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