PRESSEMITTEILUNG
Nr. 01/2014 vom 03.03.2014
Auch Schulträger im Landkreis tragen Verantwortung für eine gute Bildung
Steimbke. „Wir haben hier ein Leuchtturmprojekt in der niedersächsischen Bildungslandschaft“, warb FDP-Kreistagsabgeordneter Heiner Werner (Nienburg) für die vor einigen Jahren ganzheitlich gestalteten Klassenräume an der Grundschule Steimbke. Diese besichtigte jetzt der parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion Christian Grascha (Einbeck). Er betont, dass die Grundschule Steimbke Maßstäbe für die zukünftige Schulraumgestaltung gesetzt hat.
Schulleiter Holger Salomo stellte die Vorzüge der Klassenraumgestaltung, die erst durch die Fördermittel der Klosterkammer Hannover und vieler Sponsoren möglich geworden ist, hervor. Durch eine optimale Abstimmung von Licht, Akustik, Farbe und Materialauswahl fühlen sich die Nutzer der Räume, nämlich Schüler und Lehrer, subjektiv wohler. Objektiv „sind die damaligen Annahmen bei der Raumgestaltung eingetroffen oder sogar übertroffen worden“, so Salomo. Das Sozial- und Arbeitsverhalten der Schüler sei deutlich besser als in herkömmlichen Räumen und die krankheitsbedingten Fehlzeiten konnten nahezu halbiert werden. Da der Unterricht störungsfreier abliefe, könne effektiv mehr Unterrichtsstoff vermittelt werden. Dies habe zur Folge, dass die Viertklässler schon Unterrichtsinhalte der 5. Klasse vermittelt werden könne, was sich natürlich positiv für ihr Fortkommen auf den weiterführenden Schulen auswirken würde.
Die Schülerschaft hat sich in der letzten Jahren gravierend verändert. Die häuslichen Verhältnisse seien heute ganz andere. Viele Kinder seien durch eine Reizüberflutung geprägt, nicht selten besteht Förderbedarf im sozialen aber auch sprachlichen Bereich – auch unabhängig von einem Migrationshintergrund. Die Schüler benötigen „klare Regeln und klare Strukturen“, so Salomo, die ganzheitliche Gestaltung der Unterrichtsräume nach Modell des Aprendariums des Vereins LuPS e.V. helfe dabei.
Heiner Werner, FDP-Kreistagsabgeordneter, und FDP-Kreis-Vize Jörg Hille (Oyle) warben für eine bessere auf die Bedürfnisse von Schülern und Lehrern ausgerichtete Raumausstattung und –gestaltung in den Schulen. „Wie wertvoll sind unsere Kinder?“ Diese Frage, so Werner, müssten sich alle verantwortlichen Politiker stellen. Hille ergänzte, dass die neuartige Gestaltung gegenüber herkömmlichen Klassenräumen nur wenige Mehrkosten bedeuten würde. „Durch die bessere Unterrichtsqualität amortisieren sich die Kosten jedoch sehr schnell“, so Hille, „problematisch ist jedoch, dass die Kommunen als Schulträger auf diesen Mehrkosten sitzen bleiben und das Land als Hauptprofiteur bislang sich nicht an diesen Kosten beteiligt.“
